Inhalt

Bei Verwarnungs- und Bußgeldern im Straßenverkehr sich bei der Anhörung äußern

Leistungsnummer: 99108031166000

Volltext

Wenn Ihnen eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr vorgeworfen wird, erhalten Sie ein Anschreiben mit der Möglichkeit, sich zu dem Vorwurf zu äußern. Mit dieser Anhörung haben Sie die Möglichkeit:

  • die Beschuldigung zu widerlegen
  • eine andere Täterin oder einen anderen Täter zu benennen, die oder der die Ordnungswidrigkeit begangen hat
  • persönliche Daten zu ändern, zum Beispiel Ihre Adresse

Sie sind nicht verpflichtet, die Anhörung zu nutzen.

Wenn Sie eine geringfügige Ordnungswidrigkeit begangen haben, kann es sein, dass Sie mit dem Anschreiben auch gleich eine Bescheinigung über eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld erhalten. Wenn die Vorwürfe zutreffen, bezahlen Sie fristgerecht das Verwarnungsgeld.

Bei nicht geringfügigen Ordnungswidrigkeiten werden die Bußgeldbescheide erst nach der Anhörung beziehungsweise nach dem Fristende versendet. Sie können das Verfahren beschleunigen, wenn Sie die Anhörung nutzen und bestätigen, dass der Vorwurf berechtigt ist.

Voraussetzungen

  • Ihnen wird eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr vorgeworfen.

Erforderliche Unterlagen

  • Anhörungsbogen
  • gegebenenfalls Beweise, dass der Vorwurf nicht zutrifft

Kosten

Es fallen keine Kosten an.

Frist

Im Anschreiben zur Anhörung erhalten Sie eine Frist, innerhalb derer Sie antworten können, sofern Sie sich äußern möchten.

Rechtsgrundlage(n)

Rechtsbehelf

  • Gegen den nach der Anhörung erlassenen Bußgeldbescheid können Sie Einspruch einlegen.
  • Bei einer Anhörung handelt es sich nur um eine Stellungnahme von Ihnen, gegen die kein Rechtsbehelf vorgesehen ist.

Urheber