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Dänische Minderheit und deutsche Mehrheitsbevölkerung
Der Weg vom Nebeneinander zum Miteinander

Die Grenzziehung zwischen Dänemark und Deutschland nach dem 1. Weltkrieg ist das Ergebnis einer international kontrollierten Abstimmung im Jahre 1920. Durch sie wurden beiderseits der Grenze Minderheiten geschaffen.

Die Unzufriedenheit über den 1920 festgelegten Grenzverlauf war in beiden Volksgruppen verbreitet, und es bestand zudem die Befürchtung, in der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft unterzugehen. Dies schürte über Jahrzehnte hinweg einen unterschwelligen "Kulturkampf", der gewissermaßen ersatzweise für einen offenen Konflikt von den jeweiligen Minderheiten und Mehrheiten auf beiden Seiten der Grenze geführt wurde. Nach dem deutschen Überfall auf Norwegen und der erzwungenen Besetzung Dänemarks während des 2. Weltkriegs war das Verhältnis der Nationalsozialisten zur dänischen Minderheitsbevölkerung äußerst angespannt. Noch lange in die Nachkriegszeit hinein wirkte dies höchst negativ auf das Zusammenleben im Grenzgebiet. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland  wurde für alle deutschen Staatsbürger (also auch die Mitglieder der dänischen Minderheit) die Möglichkeit geschaffen, sich im kommunalen Bereich in Parteien zu engagieren und für das Gemeinwohl zu arbeiten. So auch in Harrislee. Mit der Gründung eines Ortsverbands des SSW zur ersten Kommunalwahl 1948 hatte die dänische Minderheit die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit anderen demokratischen Parteien die Geschicke der Gemeinde zum Wohle der Gesamtbevölkerung mitzubestimmen. Dies war und ist in Harrislee gang und gäbe. Doch erst mit der Bonn-Kopenhagen-Erklärung vom 29. März 1955, die die Gleichstellung der Minderheitsbevölkerung sichert und regelt, wurde im deutsch-dänischen Grenzland tatsächlich die Zeit der Entspannung eingeleitet.

Der zweite große, für das Grenzland nicht hoch genug einzuschätzende politische Beitrag zur freundschaftlichen Annäherung der beiden Länder und zur gelebten Akzeptanz der Minderheiten war der Beitritt Dänemarks zur EU im Jahre 1973. Von besonderer Bedeutung sind hier auch das Abkommen von Schengen und der damit verbundene Wegfall der Grenzkontrollen seit dem 25. März 2001.

Bedingt durch den offenen Grenzverkehr und den freien Austausch auf vielen Gebieten wurde aus dem Nebeneinander ein Miteinander. Unser heutiges kulturelles Zusammenwirken in der Gemeinde Harrislee ist geprägt durch ein gelungenes Für- und Miteinander von Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung sowie durch ein gutes Verhältnis zu den dänischen Nachbarn. Das drückt sich nicht nur im politischen Gemeindeleben aus, sondern auch in vielen persönlichen Kontakten und gemeinsamen Initiativen, sei es grenzüberschreitend bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst, in Vereinen oder in gemeinsamen Arbeitsgruppen, wie z. B. bei den deutsch-dänischen Kulturtagen oder der deutsch-dänischen Arbeitsgruppe Harrislee Bahnhof.

Informationen im Internet über die dänische Minderheit

Informationen im Internet zum Jubiläum "100 Jahre deutsch-dänische Volksabstimmungen"

Wenn Sie sich umfassend über das im Jahr 2020 stattfindende Jubiläum "100 Jahre deutsch-dänische Volksabstimmungen" und die daraus resultierende Grenzziehung informieren wollen, helfen Ihnen die nachfolgenden Links weiter:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/V/volksabstimmung_100_jahre.html

https://genforeningen2020.dk/deutsch/

https://www.fl2020.de/

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